Roys Lebensgeschichte

zepteruebergabe

 

Liebe Freunde, liebe Fangemeinschaft

Die Zeit ist gekommen, um mein Zepter einem jüngeren Vierbeiner zu übergeben. Bis zum 20. April 2018 war ich noch voller Lebensfreude. Ich durfte fast 16 Jahre alt werden und konnte noch jeden Tag meine Spaziergänge (mal länger mal kürzer) machen und meine Lieblingscafés besuchen.

Am 21. April 2018 habe ich den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten. Nach einem Schlaganfall war ich übers Kreuz gelähmt. Ich konnte weder Essen noch laufen, so hatte ich keine Lust mehr zu leben. Zum Glück hat meine Familie auf mich gehört und hat mich von meiner Qual erlöst. So bin ich friedlich in den Armen von meinem Frauchen & Herrchen eingeschlafen. Meine Abholtruppe hat mich bereits erwartet und ist mit mir zusammen über die Regenbogenbrücke.

Ich würde mal behaupten, dass ich meine Irdische Aufgabe mit Bravour erfüllt habe. Ich durfte alles erleben, was ich mir gewünscht hatte. Ich hatte den Kometenhaften Aufstieg vom Tierheim Hund zum Familienhund. Leider konnte ich "mein Baby" nur 3 Monate geniessen. Aber ich habe dafür gesorgt, dass meine Familie einen neuen Vierbeiner bekommt. Ich wollte für meine Familie einen richtigen Familienhund. Ich wäre nicht Roy, hätte ich keinen Nachfolger organisiert.

Es brauchte zwar vom Himmel aus ein wenig Überredungskunst, dass sich meine Familie bereits ein paar Tage nach meinem Tod schon einen neuen Vierbeiner anschaut, aber ich wollte es so. Ich wusste von Anfang an, dass sich meine Familie auf der Stelle in den kleinen Welpen verliebt und sie ihn sofort adoptieren. Es freut mich sehr, wenn ich sehen kann, wie meine Familie einen neuen besten Freund gefunden hat. Ab und zu flitze ich für einen Besuch bei ihnen vorbei. Wenn es dann zu hektisch wird und das Kindergeschrei mir zuviel wird, rausche ich liebend gerne wieder ab in den ruhigen Hundehimmel.

 

So nun aber die Kommunikation die vor Jahren statt fand :-)

Ich geniesse mein Leben in vollen Zügen. Als kleines Muster, wie eine Tierkommunikation aussehen könnte, erzähle ich kurz meine Lebensgeschichte...

Da ich der Hund von einer Tierkommunikatorin bin, hat mein Leben viele Vorteile, denn wenn mir etwas nicht passt, oder wenn ich etwas möchte, kann ich mich kurzerhand mitteilen. Mein Frauchen versteht mich. Sie nimmt mein Gespräch über Gefühle, Wahrnehmung und Telepathie auf. Wir sind ein eingespieltes Team und wir unterhalten uns wie zwei Menschen.

Ich glaube mein Frauchen hat es noch nie bereut, dass sie mit uns Tieren kommunizieren kann. Die speziellen Momente, in denen sie mit mir in einem Hundeshop lauthals Diskussionen führen muss, weil ich alles haben möchte, steckt sie locker weg. Ich bin sehr verfressen und dadurch auch bestechlich. Wer aber jetzt meint, dass die Liebe bei mir nur durch den Magen geht, irrt sich gewaltig.



 

roy herbst klein

Kurzfassung: Das Schicksal meinte es nicht immer gut mit mir, aber am Schluss hat sich alles zum Guten gewendet. Als kleiner Welpe musste ich mit der Trennung von meiner geliebten Mutter fertig werden, danach musste ich mich an ein neues Zuhause gewöhnen. Meine neuen Besitzer liebten mich abgöttisch. Ich wurde 4 Jahre lang verhätschelt und wie ein Baby behandelt. Ich lebte den ganzen Tag mit meinen zwei Menschen zusammen und war ein vollständiges Familienmitglied. Leider verstarben meine Besitzer und ich blieb verlassen zurück. Von den menschlichen Nachkommen wollte oder konnte mich niemand zu sich nehmen, so landete ich im Tierheim.

Ganze zwei Monate musste oder wollte ich im Tierheim ausharren. Zwischenzeitlich haben sich viele Menschen für mich interessiert, aber mir passte keiner. Ich kleines Schlitzohr habe mich geweigert mit den Interessenten spazieren zu gehen. Als dann an einem Samstag Morgen eine junge Frau ins Tierheim kam, war es um mich geschehen. Ich wusste sofort, dass Sie meine neue Herrin werden muss! Ich nahm meinen ganzen Charme zusammen und setzte mich in Pose. Mit meinem Charme wanderte ich direkt ins Herz meiner neuen Besitzerin. Ich spürte zwar, dass mein "Frauchen" noch hin- und hergerissen war, denn schliesslich sollte ich ihr 1.Hund werden. Nach 5 Minuten merkte ich, dass ich mit meinem "Frauchen" richtig kommunizieren konnte.

 roy und ich gras klein

Roy zu Hause


Diesen Luxus nutzte ich schamlos aus und liess sie keine Minute mehr in Ruhe, bis sie sich definitiv entschied mich zu adoptieren. Als mein Frauchen eine Woche später den Heimtier-Vertrag unterschrieb und mich gleich mit nach Hause nahm, schlug mein kleines Herzlein vor lauter Aufregung Purzelbäume.

Seit diesem Augenblick wohne, oder besser gesagt, lebe ich im neuen Zuhause.

Mein Frauchen würde ich für keinen Knochen in der Welt umtauschen.


Und wenn die Zeit mal gekommen ist, mich von dieser Welt zu verabschieden, bin ich mir sicher, dass mein Frauchen mich mit Bachblüten unterstützen kann. Aber ich will mein grandioses Leben noch geniessen. Und wenn ich dann wirklich mal den Weg über die Regenbogenbrücke antrete, melde ich mich per Tierischen Jenseitskontakt. Ihr seht also ich gebe mein Frauchen nie nie mehr her.

Also bis bald, wir werden uns bestimmt mal sehen.